Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT)
Transkript
Mitochondrien sind die Energiekraftwerke unserer Zellen.
Vollständiges Transkript
Mitochondrien sind die Energiekraftwerke unserer Zellen.
Der Sauerstoff, den wir atmen, wird in den Mitochondrien zum Energiebaustoff ATP gebaut. Und den nutzt die Zelle dann, um ihre Funktion im Körper ausüben zu können.
Umwelteinflüsse wie Schadstoffe und Infektionen können die Mitochondrien aber nachhaltig schädigen. Und das nennt man dann sekundäre Mitochondropathie.
Da Mitochondrien in nahezu allen Körperzellen für die Energieproduktion zuständig sind, kann sich ein Mitochondrienschaden vielfältig äußern.
Häufig sind ein allgemeiner Energieverlust bis hin zur chronischen Erschöpfung, Leistungsabfall und eingeschränkte Regenerationsfähigkeit nach Belastung oder auch Verletzung.
Es kann zu Konzentrationsstörungen, Muskelschwächen, aber auch Schmerzen kommen.
Da auch dem Immun- und Hormonsystem Energiebaustoff fehlen, sind Infektanfälligkeit und hormonelle Regulationsstörungen keine Seltenheit.
Nach meiner klinischen Erfahrung finden sich bei vielen Patienten mit ME/CFS Hinweise auf eine eingeschränkte mitochondriale Energieproduktion.
Da die Symptome der sekundären Mitochondropathie sehr subtil sein können, merken viele Menschen nicht, dass sie im Notstromaggregat regulieren.
Der Körper kann diesen Zustand bis zu einem gewissen Grad kompensieren.
Aber durch die fehlende Zellenergie sind die Selbstheilungskräfte eingeschränkt und die Entstehung chronischer Erkrankungen kann begünstigt werden.
Als klinische Umweltmedizinerin halte ich es daher für sehr sinnvoll, den Zustand der Mitochondrien frühzeitig zu detektieren.
Eine Möglichkeit zur Beurteilung der zellulären Energieversorgung ist die Bestimmung des intrazellulären ATP im Blut.
Leider wird das noch nicht standardmäßig durchgeführt.
Um die Funktion der Mitochondrien wiederherzustellen, wurde bereits in den 80er Jahren in der ehemaligen Sowjetunion die IHHT erforscht und entwickelt.
Die IHHT – Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie – ist ein Verfahren, das an der Zelle Höhentraining nachahmt.
Der Patient liegt auf einem Sessel und darf schlafen.
Über eine Maske wird ihm im 5-Minuten-Wechsel Sauerstoff entzogen und zugeführt.
Dieser Reiz kann zum Abbau geschädigter Mitochondrien führen und die Bildung neuer, leistungsfähiger Mitochondrien anregen.
Nach einer Behandlungsserie von 10–15 Sitzungen kann sich die mitochondriale Funktion spürbar und aber auch messbar verbessern.
Die Patienten fühlen sich frischer und belastbarer.
Es kommt zur Modulation des Nerven-, Hormon- und auch des Immunsystems.
Die IHHT ist eine chemiefreie Reiztherapie zur natürlichen Unterstützung der Selbstheilungskräfte und wird auch von vielen Menschen ohne Beschwerden zur Förderung ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit und Regeneration genutzt.
Mittels IHHT macht man sich den gesundheitsfördernden Effekt von Höhentraining zu nutze ohne sich dabei körperlich betätigen zu müssen.
Warum viele Menschen ständig müde sind
Mitochondrien sind die Energiekraftwerke unserer Zellen. Der Sauerstoff, den wir atmen, wird in den Mitochondrien zum Energiebaustoff ATP gebaut. Diesen nutzt die Zelle, um ihre Funktion im Körper auszuüben.
Umwelteinflüsse, wie Schadstoffe und Infektionen, können die Mitochondrien nachhaltig schädigen. Das nennt man sekundäre Mitochondropathie.
Da Mitochondrien in nahezu allen Körperzellen für die Energieproduktion zuständig sind, kann sich ein Mitochondrienschaden vielfältig äußern. Häufig sind ein allgemeiner Energieverlust bis hin zur chronischen Erschöpfung, Leistungsabfall und eingeschränkte Regenerationsfähigkeit nach Belastung oder Verletzung. Es kann zu Konzentrationsstörungen, Muskelschwäche und Schmerzen kommen. Da auch dem Immun- und Hormonsystem Energiebaustoff fehlen, sind Infektanfälligkeit und hormonelle Regulationsstörungen keine Seltenheit.
Da die Symptome der sekundären Mitochondropathie sehr subtil sein können, merken viele Menschen nicht, dass sie im Notstromaggregat regulieren. Der Körper kann diesen Zustand bis zu einem gewissen Grad kompensieren.
Aber: Durch die fehlende Zellenergie sind die Selbstheilungskräfte eingeschränkt und die Entstehung chronischer Erkrankungen kann begünstigt werden.
Als klinische Umweltmedizinerin halte ich es daher für sehr sinnvoll, den Zustand der Mitochondrien frühzeitig zu detektieren. Eine Möglichkeit zur Beurteilung der zellulären Energieversorgung ist die Bestimmung des intrazellulären ATPs. Leider wird das noch nicht standardmäßig durchgeführt.
Was bei einer IHHT-Sitzung passiert
Um die Funktion der Mitochondrien wiederherzustellen, wurde bereits in den 80er Jahren in der ehemaligen Sowjetunion die IHHT erforscht und entwickelt.
Die IHHT – Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie, ist ein Verfahren, das an der Zelle Höhentraining nachahmt. Der Patient liegt auf einem Sessel und darf schlafen. Über eine Maske wird ihm im 5-Minuten-Wechsel Sauerstoff entzogen und zugeführt. Dieser Reiz kann zum Abbau geschädigter Mitochondrien führen und die Bildung neuer, leistungsfähiger Mitochondrien anregen.
Der Sauerstoffgehalt in der hypoxischen Phase beträgt 9-15% und entspricht einem Höhentrainig, wie wir es von Bergsteigern kennen.
Nach einer Behandlungsserie von etwa 10–15 Sitzungen kann sich die mitochondriale Funktion spürbar und messbar verbessern. Die Patienten fühlen sich frischer und belastbarer. Es kommt zur Modulation des Nerven-, Hormon- und Immunsystems.
Die IHHT ist eine chemiefreie Reiztherapie zur natürlichen Unterstützung der Selbstheilungskräfte und wird auch von vielen Menschen ohne Beschwerden zur Förderung ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit und Regeneration genutzt.
Wobei die IHHT eingesetzt wird
Die IHHT wird eingesetzt bei:
- chronischer Erschöpfung (z. B. Post-Covid)
- eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit
- mitochondrialen Funktionsstörungen (sekundäre Mitochondriopathie, niedriges intrazelluläres ATP)
- Stress- und Regenerationsstörungen
- metabolischen Regulationsstörungen
- gestörten Selbstheilungskräften (chronisch entzündliche Prozesse)
Darüber hinaus ergibt sich ein breites Indikationsfeld der IHHT:
- alle Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Zucker- und Fettstoffwechselstörungen
- Asthma und COPD
- Neurodegenerative Erkrankungen
- Borreliose
- Psychovegetative Störungen
- Sympatho-vegetative Störungen
- Augenerkrankungen
- Sport- und Trainingssteuerung
- Alle mitochondriale Störungen
- Kinderwunsch
Studienlage — Untersuchungsergebnisse zur Wirkung der IHHT
Neben der Regeneration von Mitochondrien ergaben Studien noch einige weitere gesundheitsfördernde Effekte des (nachgeahmten) Höhentrainings durch die IHHT.
- Stimuliert den insulinunabhängigen Glukosetransport und Akkumulation von Glykogen in den sauerstoffsensitiven Zellen (Kardiomyozyten und Neuronen). Auf diese Weise wird die ständige intrazelluläre Energiereserve erhöht [Zhang, 1999; Mackenzie, 2009].
- Der Aktivator für Protein-1 und HIFs wird hochreguliert. Dies sind die wichtigsten Proteine die für zahlreiche adaptive Mechanismen verantwortlich sind [Prabhakar, 2001; Kirova, 2014; Nanduri, 2015].
- Entriegelt die Hochregulierung von Zytoglobinen (Myoglobin und Neuroglobin), die intrazelluläres O2 bilden und vor oxidativem Stress schützen [Li, 2006; Esteva, 2009].
- Stimuliert die Produktion von Erythropoetin (EPO) was vielfältige protektive und neuroregenerative Effekte hat [Brugniaux, 2011; Dale, 2013].
- Stimuliert die Produktion von HSP70, einem Schlüsselprotein was sowohl die Verletzungsschwelle anhebt, als auch eine schnellere erfolgreiche Genesung nach der Verletzung bewirkt [Zhong, 2000; Sazontova, 2007; Yeh, 2010].
- Führt zur Produktion von Wachstumshormonen, durch die vermehrte Produktion des insulin-like growth factors (IGF-1). [Xinghe, 2004; Wang, 2011].
- Verbessert das antioxidative Schutzsystem und erhöht die Resistenz der Na+-K-+ ATPase vor oxidativem Stress [Steshenko, 2010; Mankovska, 2014].
- Stimuliert die endotheliale NO-Produktion. Das führt zur Gefäßerweiterung, öffnet Reserve-Kapillare und beugt dem Ca2+-overload vor, was mehrere protektive und adaptive Effekte zur Folge hat [Manukhina, 2012].
- Moduliert humorale und zellulläre Immunität [Serebrovskaya, 2011; Shi, 2015].
- Stimuliert BDGF – brain-derived growth factor, und GDNF – glial cell-derived growth factor. Das bewirkt eine Neuroprotektion und stimuliert die Neuroregeneration [Wang, 2006].
- Unterstützt die mitochondriale Biogenese und induziert die Selektion von nicht-mutierter mitochondrialer DNA (mtDNA) [Zhong, 2000; Rozova, 2012].
- Die induzierten Veränderungen in den Mitochondrien verbessern die Verwertung von O2 und erhöhen dadurch die Effektivität der ATP-Produktion [Lukyanova, 2012].
- Stimuliert die Aktivität von mesenchymalen und hämatopoetischen Stammzellen, die verantwortlich für Reparaturprozesse im Körper sind. [Serebrovskaya, 2011; Muscari, 2013; Lane, 2014; Miyamoto, 2015].
Häufige Fragen
Wie läuft eine IHHT-Sitzung ab?
Der Patient liegt auf einem Sessel und darf schlafen. Über eine Maske wird ihm im 5-Minuten-Wechsel Sauerstoff entzogen und zugeführt. Dieser Reiz kann zum Abbau geschädigter Mitochondrien führen und die Bildung neuer, leistungsfähiger Mitochondrien anregen.
Wie viele Sitzungen sind üblich?
Nach einer Behandlungsserie von etwa 10–15 Sitzungen kann sich die mitochondriale Funktion spürbar und messbar verbessern. Die Patienten fühlen sich frischer und belastbarer.
Was sind Mitochondrien überhaupt?
Mitochondrien sind die Energiekraftwerke unserer Zellen. Der Sauerstoff, den wir atmen, wird in den Mitochondrien zum Energiebaustoff ATP gebaut. Diesen nutzt die Zelle, um ihre Funktion im Körper auszuüben.
Was ist eine sekundäre Mitochondropathie?
Umwelteinflüsse, wie Schadstoffe und Infektionen, können die Mitochondrien nachhaltig schädigen. Das nennt man sekundäre Mitochondropathie.
Woran kann sich ein Mitochondrienschaden bemerkbar machen?
Häufig sind ein allgemeiner Energieverlust bis hin zur chronischen Erschöpfung, Leistungsabfall und eingeschränkte Regenerationsfähigkeit nach Belastung oder Verletzung. Es kann zu Konzentrationsstörungen, Muskelschwäche und Schmerzen kommen. Da auch dem Immun- und Hormonsystem Energiebaustoff fehlen, sind Infektanfälligkeit und hormonelle Regulationsstörungen keine Seltenheit.
Lässt sich der Zustand der Mitochondrien messen?
Eine Möglichkeit zur Beurteilung der zellulären Energieversorgung ist die Bestimmung des intrazellulären ATPs. Leider wird das noch nicht standardmäßig durchgeführt.
Ist die IHHT nur für Menschen mit Beschwerden?
Die IHHT ist eine chemiefreie Reiztherapie zur natürlichen Unterstützung der Selbstheilungskräfte und wird auch von vielen Menschen ohne Beschwerden zur Förderung ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit und Regeneration genutzt.
Woher kommt die IHHT?
Um die Funktion der Mitochondrien wiederherzustellen, wurde bereits in den 80er Jahren in der ehemaligen Sowjetunion die IHHT erforscht und entwickelt.